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Es werden Posts vom September, 2014 angezeigt.

Gebete für die Vermissten

von Jennifer Clement

*Wir waren nur zwei Buchseiten in der Geschichte dieses Kontinents.Man hätte uns genauso gut rausreißen, zusammenknüllen und in den Müll werfen können.*
Seite 167

In Mexiko verschwinden Jahr für Jahr, viele tausend Mädchen. Sie werden zur Prostitution gezwungen oder als Drogenkuriere missbraucht. Sie leben auf der Straße, oder in ärmlichen Verhältnissen, rundum Acapulco und Mexiko-Stadt. Kleine Mädchen müssen sich verstecken, schmutzig machen, verkleiden um nicht entführt zu werden.
 Seit vielen Jahren kämpft die Polizei gegen Korruption und Drogen. Irgendwie scheint jeder, in diesem Sumpf verstrickt.

 Dieses Buch handelt von einem Mädchen, Ladydi, die mit ihrer alkoholkranken Mutter, Vaterlos, in der Nähe von Acapulco auf einem Berg, zwischen Skorpionen, Schlangen und Mohnfeldern, aufwächst. Wenn gegenüber, auf den anderen Hügeln, schwarze SUV's, mit getönten Scheiben auftauchen, verstecken sich die Mädchen in Erdlöchern. Im Hochsommer sitzen sie vor den Kühls…

Länger als sonst ist nicht für immer

 Pia Ziefle

*du musst immer in genau dieser einen Minute leben, die dein Herz braucht, um das Blut in deinem Körper einmal im Kreis herumzupumpen, kleine Ira, vergiss das nicht * In den Erinnerungen unterwegs ...
So könnte die Überschrift lauten.
Ira und Lew erzählen ihre Erinnerungen aus dem Vergangenen...aus ihrer Kindheit, wie sie verlassen und allein gelassen erwachsen werden. Aber auch ihr derzeitiges Leben steht im Vordergrund. Jeder von ihnen hatte ein Schicksal, das so manchen von uns ebenso getroffen haben könnte.
*...und besser wissen, wo die Passatwinde wehen, als zu verstehen, warum die Eltern so viele Worte zu Papier bringen können, aber füreinander keine haben. * Ira ist ein von der Mutter mishandeltes und vernachlässigtes, wenn auch vom Vater über die Maßen geliebtes Kind. Ihr Vater liegt im sterben. Als Erwachsene und selber Mutter, betreut sie ihn fast jeden Abend und liest ihm aus seinen Lieblingsbüchern vor. Dabei wandern ihre Gedanken immer wieder in die Vergangenheit…

Der Tag an dem ich fliegen lernte

"an einem Februar Tag des Jahres 1893..."
Das ist nicht der Anfang! Am Anfang stand die Geburt von Luisa,1994. Und ihre Mutter setzte sich im Krankenhaus, kurz nachdem sie das Kind auf die Welt gebracht hatte, aufs Fensterbrett, hält die kleine Luisa mit weit ausgestreckten Armen von sich, und läßt das Baby einfach fallen…
» Fergus war da gewesen - zur richtigen Zeit am richtigen Ort, wie man so sagt, und wir konnten gar nicht anders, als Ihn in unseren Herzen zu schließen: in Pauls, das plötzlich so leer und hohl pochte, und in meines, das - zwar erst schmetterlingsgroß - Platz hatte für eine ganze Welt. «
Ein Mann ging unten vorbei und griff das fliegende Kind aus der Luft. “Der Tag an dem ich fliegen lernte” Und dann verschwand Aza. Einfach so und ließ Paul und das Baby allein.

Luisa (Die Hauptfigur) erzählt ihre Geschichte, wie sie in der WG bei ihrem Vater Paul aufwächst. Behütet zwischen den verschiedenen Charaktere der Wohngemeinschaft, vermisst sie ihre Mutter nicht. …